Das Feuerschiff
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Seit über einem Jahrhundert steht der Baseler Hof an der Esplanade, zwischen der Hamburgischen Staatsoper und den Wegen zur Außenalster, und seit ebenso langer Zeit führt ihn dieselbe Familie. Diese Kontinuität spürt man, kaum dass man die Lobby betritt: kein austauschbares Kettenhotel, sondern ein Haus mit eigenem Charakter, das Hamburgs Operngänger, Theaterleute und Stammgäste seit Generationen zu schätzen wissen. Sieben Stockwerke, 163 Zimmer und Suiten – gewachsen, nicht am Reißbrett entworfen, und genau deshalb mit einer Patina, die sich nicht nachbauen lässt.
Die seltene Kombination aus Familientradition, zentraler Lage und kulinarischem Eigenprofil hat uns überzeugt: Das Kleinhuis’ Restaurant und die hauseigene Weinhandlung heben das Haus über das übliche Niveau eines Stadthotels hinaus, während Sauna und Fitnessraum im Zimmerpreis inbegriffen sind – ein Detail, das bei Häusern dieser Größenordnung nicht selbstverständlich ist. Dazu kommt die Lage an der Esplanade, die man in Hamburg nicht zweimal bekommt, und die Tatsache, dass dasselbe Haus seit über hundert Jahren in derselben Hand bleibt – eine Beständigkeit, die man in einer Stadt voller Kettenhotels zu schätzen weiß.
Die Esplanade liegt zwischen dem Park Planten un Blomen und der Außenalster, nur wenige Gehminuten von der Staatsoper, dem Jungfernstieg und dem Rathaus entfernt. Wer abends in die Oper oder ins Schauspielhaus möchte, braucht kein Taxi, und wer morgens an der Alster entlanglaufen will, ist in fünf Minuten am Wasser. Diese Mischung aus kultureller Nähe und grüner Ruhe macht die Adresse zu einer der ausgewogensten der Innenstadt – zentral genug für jeden Programmpunkt, ruhig genug für einen Spaziergang vor dem Frühstück.
Preis: €€€
Vibe: Traditionsreich, familiengeführt, hanseatisch zurückhaltend
Zimmer: 163, über sieben Stockwerke, inklusive Suiten
Am besten für: Opern- und Theatergänger, Gäste, die Tradition einem Kettenhotel vorziehen
Unser Lieblingsdetail: Sauna und Fitnessraum im Zimmerpreis inbegriffen
Kulinarik: Kleinhuis’ Restaurant, Bistro und hauseigene Weinhandlung
Ausstattung: Bar, Sauna, Fitnessraum, Tagungsräume
Attraktionen: Staatsoper (3 Gehminuten), Außenalster (5 Gehminuten), Jungfernstieg und Rathaus (10 Gehminuten)
Die Zimmer variieren bewusst in Größe und Zuschnitt, ein Erbe des gewachsenen Hauses: von kompakten Einzelzimmern bis zu geräumigen Suiten für längere Aufenthalte. Wer Ruhe sucht, wählt am besten ein Zimmer zur Hofseite, während die Zimmer zur Esplanade hin den Blick auf das städtische Treiben und den Park bieten. Diese Wahlmöglichkeit, selten geworden bei neueren Häusern, gehört zu den unterschätzten Stärken des Baseler Hofs – ebenso wie die Tatsache, dass kein Zimmer dem nächsten exakt gleicht, was dem Haus seinen gewachsenen, nie beliebigen Charakter verleiht.
Das Kleinhuis’ Restaurant setzt auf zeitgenössische deutsche Küche, ergänzt durch das Kleinhuis’ Bistro mit angeschlossener Weinhandlung – eine Kombination, die Gästen wie Hamburgern aus der Nachbarschaft offensteht. Das Frühstücksbuffet gilt als eines der verlässlichsten der Stadt, ein Detail, das bei einem Haus mit so langer Geschichte nicht überrascht: Hier wird seit Jahrzehnten ein Standard gehalten, nicht neu erfunden. Die Weinhandlung erlaubt es zudem, eine gute Flasche mit auf den Zimmer oder nach Hause zu nehmen – ein Angebot, das man bei Hotelrestaurants selten findet.
Die Zimmerrate schließt eine Drei-Tages-Karte für den Hamburger Nahverkehr sowie die Nutzung von Sauna und Fitnessraum ein – ein praktischer Vorteil für Gäste, die die Stadt ohne Auto erkunden möchten. Da das Haus über sieben Stockwerke gewachsen ist, unterscheiden sich die Zimmer in Zuschnitt und Lautstärke je nach Seite; wer besonderen Wert auf Ruhe legt, bittet bei der Reservierung um ein Zimmer zur Hofseite. Für Kurzentschlossene lohnt sich ein Blick auf die Suiten, die für längere Aufenthalte konzipiert sind und mehr Arbeits- und Rückzugsfläche bieten als die klassischen Doppelzimmer.
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