Hotel Hafen Hamburg
Wir haben das Hotel Hafen Hamburg ausgewählt, weil es wie kaum ein zweites Haus die...
2002 gewann David Chipperfield Architects den Wettbewerb für das Grundstück der ehemaligen Bavaria-Brauerei, direkt über den St. Pauli Landungsbrücken. Das Ergebnis, 2007 fertiggestellt: ein 20-geschossiger, 74 Meter hoher Turm, dessen obere 17 Stockwerke die Zimmer und Suiten tragen, auf einem viergeschossigen Sockel mit Eingangshalle. Eine Glas-Bronze-Fassade in Pfosten-Riegel-Bauweise überzieht Turm, L-förmigen Sockelbau und das benachbarte Brauhaus wie eine einzige Haut und bindet die drei versetzten, gestaffelten Baukörper zu einer einzigen Komposition zusammen – ein seltener Fall, in dem ein Wettbewerbsgewinn aus der Architekturwelt tatsächlich so gebaut wurde, wie er entworfen war. Bauherr war die Empire Riverside GmbH, aus der Familien Fraatz und Bartels, die das Haus bis heute führen.
Die meisten Hafenhotels verkaufen die Aussicht, dieses Haus verkauft die Architektur dazu. Die Konsequenz, mit der Chipperfield Fassade, Volumen und Ausblick in ein einziges Konzept übersetzt hat, ist in Hamburg selten – kein aufgesetztes Design, sondern ein Baukörper, der aus seiner Lage über dem Fluss heraus entwickelt wurde. Dass die Bar im 20. Stock diesen Gedanken konsequent zu Ende führt, mit freiem Blick über Elbe und Hafen, macht aus einer Übernachtung einen kleinen Architekturausflug. Selbst wer sich sonst nicht für Baukunst interessiert, merkt hier, dass Lage und Form zusammengedacht wurden statt nachträglich kombiniert, und genau das unterscheidet dieses Haus von den vielen Hotels, die sich lediglich mit einer schönen Aussicht schmücken.
Die Lage auf dem ehemaligen Brauereigelände bringt das Haus in unmittelbare Nähe der St. Pauli Landungsbrücken, dem historischen Tor zum Hamburger Hafen. Fähren, Hafenrundfahrten und die Elbpromenade liegen fußläufig, die Reeperbahn mit ihrem Nachtleben ist in wenigen Minuten erreichbar, ohne dass der Lärm bis an die oberen Stockwerke des Turms dringt. Für Gäste, die Hamburgs maritime Seite direkt vor der Tür wollen und trotzdem ruhig schlafen möchten, ist das eine seltene Kombination – tagsüber Hafenbetrieb und Möwenschreie, abends Ruhe hoch über der Stadt. Wer Hamburg zu Fuß erkunden will, ist von hier aus ebenso schnell in St. Pauli wie an der historischen Speicherstadt.
Preis: oberes Mittelklasse-Segment
Vibe: Architektur-Ikone mit Panoramablick über den Hafen
Zimmer: 327
Am besten für: Design- und Architekturliebhaber, Aussichtsjäger
Lieblingsdetail: die Bar im 20. Stock mit freiem Blick über Elbe und Hafen
Gastronomie: Bar mit Weitblick und Restaurant im Haus
Ausstattung: Spa, Sauna, Dampfbad, Fitnesscenter
Sehenswürdigkeiten: St. Pauli Landungsbrücken, Hamburger Hafen, Reeperbahn
Die Zimmer verteilen sich auf die oberen 17 Stockwerke des Turms, viele mit freiem Blick über die Elbe und den Hafen bis zu den Landungsbrücken. Die Glas-Bronze-Fassade, die von außen die Baukörper zusammenhält, filtert von innen das Licht und gibt den Zimmern eine warme, gedämpfte Atmosphäre, ein Kontrast zur klaren, fast strengen Linienführung der Architektur. Klimaanlage, schallisolierte Fenster und ein hoher Ausstattungsstandard machen aus der Höhe keinen Kompromiss, sondern einen Vorteil. Wer zum ersten Mal die Vorhänge öffnet, merkt sofort, warum die Zimmer zur Elbe hin gefragter sind als die zur Stadt, und warum sich manche Gäste eigens für ein hohes Stockwerk entscheiden.
Im Haus liegen Sauna, Dampfbad und Fitnesscenter für alle, die nach einem Tag in der Stadt Ausgleich suchen, dazu ein Spa-Bereich mit Blick auf den Fluss. Den eigentlichen Höhepunkt liefert aber die Bar im 20. Stock: Von hier reicht der Blick über den gesamten Hafen und die Elbe bis weit über die Stadtgrenze hinaus, bei Sonnenuntergang einer der gefragtesten Orte Hamburgs für einen Drink mit Aussicht. Auch Nicht-Hotelgäste pilgern eigens hierher, was zeigt, wie sehr dieser eine Raum über die Funktion einer gewöhnlichen Hotelbar hinausgewachsen ist. Wer das Haus verlässt, ohne hier gewesen zu sein, hat die halbe Pointe der Architektur verpasst, die David Chipperfield diesem Turm mitgegeben hat.
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Was uns an diesem Haus überzeugt hat, ist die Radikalität seiner Verwandlung: Das east Hotel...
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